SUNs Java Wireless Toolkit ( WTK )


Das Java Wireless Toolkit ( WTK ) von Sun stellt die Grundlage für die meisten SDKs anderer Hersteller dar. Diese passen das Wireless Toolkit an ihre Anforderungen an, ersetzen die Standardklassen durch die eigene, herstellerspezifische Implementierung, erweitern die API durch eigene Pakete und bieten an Ihre realen Handymodelle angepasste Emulatoren an.

Das Wireless Toolkit wird von den meisten Entwicklungsumgebungen unterstützt, es stellt das Basiswerkzeug für die Entwicklung einer J2ME-Applikation dar. Da es sich an SUNs Standards hält und keine herstellerspezifischen Erweiterungen nutzt, empfiehlt es sich ein Programm zuerst mit Hilfe des Wireless Toolkits zu entwickeln und erst später mit anderen SDKs und Emulatoren zu testen.

Einen Debugger enthält das WTK leider nicht, ebenso wenig einen Quellcodeeditor, allerdings stellt es einen Proxy bereit, über den die KVM mit einem externen Debugger über einen TCP-Port kommunizieren kann. Die Einstellung für die Portnummer findet sich im Programm KToolBar im Menüpunkt „Project/Debug“. Die meisten IDEs integrieren das WTK automatisch über Plugins, so muss man sich normalerweise auch nicht um die Zusammenarbeit zwischen IDE und WTK kümmern.

SUNs Toolkit ist eine Zusammenstellung von mehreren Programmen für unterschiedliche Zwecke, welche hier kurz vorgestellt werden. Sie finden sich als Verknüpfungen im Startmenue, die ausführbaren Programme finden sich im Unterverzeichnis /bin/ des WTK.

KToolBar:

Das Programm KToolBar ist das Hauptprogramm des Toolkits, welches die anderen Features unter einer Applikation vereint. Mit ihrer Hilfe kann man neue Projekte erstellen, bzw. bestehende verwalten und kompilieren, MIDlets erzeugen und ausführen, aus den Projektdateien Packages erstellen, und Attribute der MIDlet Suites verändern.

Run MIDP Application:

Über diese Verknüpfung kann man, ohne das gesamte WTK zu starten, eine MIDlet Suite im Emulator ausführen. Über einen Dialog wählt man das entsprechende File, dieses wird im voreingestellten Emulator gestartet. Standardmäßig legt das WTK bei der Installation den hinter der Verknüpfung liegenden Emulator als Standardprogramm für .jad-Dateien an.

SUNs Java Wireless Toolkit ( WTK )

 

Die verschiedenen Emulatorenprofile des Wireless Toolkit 2.2

Default Device Selection:

Über die Default Device Selection lässt sich das Emulatorprofil wählen, auf dem eine Midlet-Suite ausgeführt werden soll. Es sind Profile für Geräte mit Farb- und Graustufendisplays mit unterschiedlicher Auflösung, sowie für Geräte mit vollwertiger QWERTY-Tastatur vorhanden.


Preferences

Hier können umfangreiche Einstellungen am WTK vorgenommen werden. Es können Netzwerk- und Speichermonitore detailliert eingestellt werden, um den Ressourcenverbrauch von Anwendungen zu überwachen, die Netzwerkeinstellungen des Emulators können verändert werden. Es sind weiterhin Einstellungen im Bereich der Speicherausstattung, der Netzwerkgeschwindigkeit, der Nachrichtenübertragung sowie der Sicherheitseinstellungen möglich.

SUNs Java Wireless Toolkit ( WTK )

Einstellungsdialog des Wireless Toolkits Der Stub-Generator für Webservices

Utilities

Hier sind verschiedene Funktionen zusammengefasst, z. B. Speicher- und Netzwerkmonitor, die Wireless Messaging API Console um Nachrichten bzw. ein Mobilfunknetz zu simulieren, einen Stub-Generator für Webservices, sowie die Funktionen um MIDlet-Suites zu signieren und einen Zertifikatmanager.

OTA Provisioning

Over the Air Provisioning ( OTA ) ermöglicht die Simulation einer „Over the Air“-Installation einer Applikation im Emulator.

Die Emulatoren befinden sich im Unterverzeichnis \wtklib\devices\ des WTKs in eigenen Unterverzeichnissen. Jeder Emulator besitzt ein .properties-File, in dem die Einstellungen für den Emulator gespeichert sind. Diese können selbst editiert werden, um einen Emulator an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Im Verzeichnis /appdb/ finden sich die Arbeitsverzeichnisse der Emulatoren mit den RecordStore-Datenbanken, hier können Files in das Filesystem des emulierten Endgeräts eingefügt werden, der Ordner /pim/ enthält die Kontaktdaten, die auf Wunsch aus dem Windows-Adressbuch oder Outlook übernommen werden können.

Die Projekte werden im Unterverzeichnis /apps/ des WTK angelegt, Applikationen außerhalb dieses Ordners werden nicht berücksichtigt. Hier finden sich auch einige Demoapplikationen mit entsprechendem Quellcode für die unterschiedlichsten Einsatzmöglichkeiten.

http://java.sun.com/j2se/downloads/index.html

 



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