Bluetooth - Geschichte und Grundlagen
Bei Bluetooth handelt es sich um einen offenen Nahstreckenfunkstandard mit einer Reichweite von 10 bis 100 Metern, der auf geringen Energieverbrauch und geringe Herstellungskosten ausgelegt ist. Bluetooth wurde bereits 1994 von Ericsson mit der Zielsetzung entwickelt, Geräte wie Mobiltelefone, Drucker, Notebooks etc. miteinander kabellos zu verbinden. Im Frühjahr 1998 schloss man sich mit anderen Industriepartnern wie Intel, IBM, Nokia, Toshiba usw. zur Bluetooth Special Interrest Group ( SIG ) zusammen, deren Ziel es war, eine kostengünstige Lösung für drahtlose Datenübertragung zu schaffen. Die Rechte am Markennamen „Bluetooth“ liegen ebenfalls bei der SIG, mittlerweile ist die Zahl der Mitglieder in der Bluetooth SIG auf über 2500 angewachsen. [ 5 ]
Im Juli 1999 wurde dann die Spezifikation in der Version 1.0 fertig gestellt. Bluetooth hält seitdem Einzug in immer mehr Geräte. Weitere 2 Jahre dauerte es, bis schließlich 2001 die ersten Produkte auf den Massenmarkt kamen. Der Name Bluetooth stammt vom skandinavischen König Harald Blaatand (zu Deutsch: Blauzahn), der für seine hervorragenden Kommunikations- und Verhandlungsfähigkeiten bekannt war, z. B. vereinigte er Dänemark und Norwegen unter seiner Herrschaft. Ebenso soll Bluetooth die zahllosen Bereiche der Informationstechnik vereinen.
Bluetooth nutzt den lizenzfreien Frequenzbereich zwischen 2,402 und 2,480 Gigahertz und ist somit kostenlos und ohne Anmeldung weltweit nutzbar. Dieser Frequenzbereich wird ISM-Band (Industrial, Scientific and Medical) genannt und wird nicht nur von Bluetooth sondern auch von Wireless LAN ( WLAN ), schnurlosen Telefonen oder Mikrowellenherden benutzt. Bluetooth ist besonders robust ausgelegt, um eventuelle Interferenzen von anderen Geräten auszugleichen. Als Modulation wird die Gaussian Frequency Shift Keying (GFSK) verwendet, die Übertragung erfolgt mit dem Fast Frequency Hopping Spread Spectrum-Verfahren (FHSS), bei dem 1600 mal pro Sekunde die Frequenz gewechselt wird, was Bluetooth relativ unempfindlich gegenüber Störstrahlung macht. Sollte ein Frequenzkonflikt auftreten, so ist die Übertragung nur 1/1600 Sekunde gestört, solange keine breitbandige Störfrequenz auftritt.
Im Vergleich dazu: WLAN wechselt etwa 2,5-mal, schnurlose Telefone nach dem DECT-Standard nur einmal pro Sekunde die Frequenz.
Die Sendeleistung eines Bluetooth-Endgeräts beträgt zwischen 1 und 100 mW. Es sind drei Spezifikationen im Standard definiert:
Klasse Sendeleistung Reichweite
- Class 3 (dB0 Spezifikation) 1 mW 10 m Reichweite
- Class 2 (dB4 Spezifikation) 2,5 mW 10 – 20 m Reichweite
- Class 1 (dB20 Spezifikation) 100 mW bis 100 m Reichweite
Damit Bluetooth auf mobilen Endgeräten sinnvoll eingesetzt werden kann, wurde es besonders Energiesparend konzipiert. Im Standby-Modus verbraucht Bluetooth deutlich unter 0,3 mA Leistung, bei Sprachübertragung zwischen 8 und 30 mA, bei der Datenübertragung zwischen 0,3 und 30 mA. Die Werte hängen im konkreten Fall von der Sendeleistung des Geräts und des Kommunikationspartners sowie von den Umgebungsvariablen (freie Sicht, Interferenzen, Stahlbeton etc.) ab.
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Tags: Bluetooth, geschichte, grundlagen
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August 13th, 2008 at 7:25 pm
s.g. damen und herren,
kennen sie eine anwendung, bei der man rfid-chips mittels bluetooth fähigen handys lesen kann?
erbitte ihre antwort.
m.fr.gr.
kusstatscher
August 18th, 2008 at 8:58 am
Das geht leider nicht, sind unterschiedliche Frequenzen.